Deutsch-Schabe

Die Weibchen der Schaben legen ihre Eier in Einkapseln (Ootheken) ab. Die Larven häuten sich 5 - 12-mal, dann sind die Schaben geschlechtsreif. Die erwachsenen Insekten leben mit den heranwachsenden Larven gemeinsam.

Schaben waren schon immer unbeliebt und wurden in früheren Zeiten mit dem Namen des Feindes bezeichnet, was in der Umgangssprache bis heute erhalten ist. So heißen sie in Mundart Kakerlaken, Preußen, Schwaben, Franzosen u. a.
Schaben fühlenden sich in unserem Haushalt immer wohler. Um zur Plage zu werden, benötigen sie Wärme, Nahrung und Wasser. Durch die Zentralheizung wird ihnen die ideale Temperatur geboten
 

Die Schabe

Die Grundfarbe ist gelblich bis hell rotbraun. Die Flügel sind gestreift und überragen die Hinterleibsspitze. Die Deutschen Schaben sind flugfähig, fliegen aber nur selten. In der Mitte des Halsschildes ist ein gelblicher Längsstreifen, der die zentrale dunkle Scheibe in zwei schwärzliche Längsstreifen zerlegt.

Die Deutsche Schabe, ist die am meisten verbreitete Schabenart in Deutschland. Sie besitzt die meisten Eikammern je Eipaket und betreibt als einzige eine Art "Brutpflege", indem sie das Eipaket möglichst lange trägt und erst kurz vor dem Ausschlüpfen der Jungtiere wenn möglich an geschützten Orten ablegt.

Durch ihre Lebensweise als Allesfresser kommen Schaben auch mit Krankheitserregern in Berührung. Sie verschleppen jedoch überwiegend die Keime, die sie mit der Nahrung aufnehmen und mit dem Kot später wieder ausscheiden. Bisher konnten bis zu 50 verschiedene Krankheitskeime (wie Magen-Darm-Infektionen und Salmonellen) bei Schaben nachgewiesen werden. Die Anwesenheit von Schaben in einem Gebäude bedeutet daher eine gesundheitliche Gefährdung.

 

Die Amerikanische

Diese Art ähnelt der Deutschen Schaben viel mehr als der Orientalischen. Nur ist die Amerikanische Schabe fast dreimal so groß (2,7-3,8) wie die Deutsche. Sie ist in unserer Regionen seltener. Diese Schabenarten sind rotbraun und haben ein rotgelbes Halsschild mit zwei braunen Flecken. Die Larven schlüpfen 1-2 Monaten nach der Ablage und entwickeln sich in 2-3 Jahren zu ausgereiften Tiere.

Die Orientalische

Die Blatta orientalis ist auch unter dem Namen Küchenschabe oder Kakerlake bekannt. Die Weibchen werden bis zu 2,8 cm groß und haben kurze, zurückgebildete Flügel. Die Männchen sind etwas kleiner, die Flügel bedecken gut zwei Drittel des Hinterleibs. Die Eipakete der Kakerlake sind kastanienbraun und enthalten 16 Eier. Die Weibchen tragen sie einige Tage bei sich, bevor sie abgelegt werden. Nach zwei bis drei Monaten schlüpfen die Jungtiere. Die anschließende Entwicklung bis zur ausgewachsenen Schabe kann drei bis vier Jahre dauern. Die Orientalische Schabe ist noch wärmeliebender als die Deutsche Schabe.

 

Überall können Sie Schaben einhandeln:

1.Mit der Hannasche und Kleidung in befallenen Betrieben
2. Mit Reisegepäck. Ein Weibchen, Befruchtete Schabe kann ein Eipaket mit bis zu 56 Eiern bei isch haben.
3. Mit Verpackungsmaterial.

 

Tipps

Bekämpfung

Eine Bekämpfung ist nur dann erfolgreich, wenn sie im gesamten befallenen Bereich erfolgt. Das bedeutet, dass in befallenen Mehrfamilienhäusern die Bekämpfung in nur einer Wohnung nicht den gewünschten Erfolg bringt. Darüber hinaus ist eine Schabenbekämpfung nur dann wirksam, wenn sie in bestimmten Zeitabständen wiederholt wird. Die Bekämpfung muss solange dauern bis alle Schaben geschlüpft sind auch alle Jungtiere gestorben sind.

Zutaten:
60 g fein gehackte Zwiebeln
450 g Borax
150 g Mehl
150 g Zucker
150 g Margarine

Dies Zutaten mischen und soviel Wasser hinzugeben, bis ein fester Teig entsteht. Daraus formt man Kügelchen von 1-1,5 cm Durchmesser und lege diese unter Ausgüsse, entlang von Rohren, Fußleisten und an anderen Stellen, an denen Schaben vermutet werden. Die Kügelchen werden noch besser angenommen, wenn sie in künstliche Verstecke z.B. aus Holzwolle oder Wellpappe gelegt werden.

Um Schaben wieder loszuwerden, empfiehlt sich ebenfalls der Einsatz eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Bevor der jedoch Insektenpestizide einsetzt, stellt er Schaben-Detektoren auf. Helfen die Klebestreifen mit den Lockstoffen nicht, greift der Spezialist auf Pyrethrom zurück - einem sich nach Herstellerangaben schnell abbauenden Wirkstoff.