Holzschädlinge

Brockenkäfer sind relativ große Käfer, die ihre langen Fühler in Ruhestellung nach hinten gekrümmt tragen und so den Hörnern von Böcken ähneln. Die Larven des Hausbocks leben in jüngerem, bis ca. 50 Jahre altem Nadelholz und richten große Schäden an tragenden Bauteilen an.

Hausböcke sind schwarzbraune Käfer mit zwei hellen Binden auf den Deckflügeln. Am Halsschild tragen sie zwei glänzend schwarze Höcker. Ihre dünnen Fühler sind 3-6 mm lang. Die Hausbockweibchen sind zwischen 10 und 25 mm lang, die Männchen erreichen 8 mm Länge.

Hausbocklarven kommen hauptsächlich im Dachgebälk und auf der Südseite von Fachwerkhäusern vor, da meist nur dort genügend hohe Temperaturen (25° C) erreicht werden. Der Hausbock kann sich aber auch im Freien

Hungrige Larven zerstören das Holz

Bevor sich die Larve verpuppt, legt sie eine Puppenkammer im Holz an und nagt ein Flugloch, das oberflächlich mit "Genagsel" verschlossen ist und durch das der Käfer später das Holz verlässt.

Sie werden Jahrelang nicht entdeckt

Aufgrund der langen Entwicklungszeit der Larven wird ein Befall oft erst nach Jahren festgestellt, den die ersten Fluglöcher sichtbar sind. Die Balken können dann schon
weitgehend ausgehöhlt sein, so dass beim nächsten Sturm unter Umständen das ganze Dach zusammenbricht.
 

 

Tipps

Hausbockbefall muss sofort bekämpft werden.
Dachstühle sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Die Bekämpfung mit Umweltfreundlichen Holzschutzmitteln ist sehr zeitaufwendig und erfordert eine Menge Vorarbeit und vor allem Sachverstand. Die befallenen Balken werden abgebeizt, abgebürstet, möglichst abgesaugt und mehrmals mit Holzschutzmitteln gestrichen.

Ein Verfahren, mit dem Ihre Holzmöbel für immer immun gemacht werden können, gibt es bis heute nicht. Misserfolge durch falsche Bekämpfungsmethoden führen meistens dazu, dass sehr bald die "radikalen" chemischen Mittel zum Zuge kommen. Oft kann man diese Maßnahmen jedoch durch schonendere und umweltfreundlichere Verfahren zur Holzwurmbekämpfung umgehen. Bei der geplanten Holzwurmbekämpfung sollten Sie vom Einsatz der Hausmittel wie Holzessig oder dem Verkleben der, durch Holzwürmer entstandenen Löcher mit Wachs absehen - damit verlieren Sie nur Ihre Zeit und Energie. In jedem Fall ist es empfehlenswert, auch wenn Sie die Holzwurmbekämpfung selbst in die Hand nehmen wollen, sich bei den auf Bekämpfung von Schädlingen spezialisierten Firmen beraten zu lassen, bevor Sie die nötigen Maßnamen ergreifen.
Holzwurmbekämpfung - Behandlung mit chemischen Mitteln
Am bekanntesten und verbreitetsten ist die Holzwurmbekämpfung mit chemischen Mitteln. Die Vorgehensweise verläuft bei allen auf dem Markt angebotenen Mitteln ähnlich. Durch das Streichen wird die entsprechende Substanz auf das Holz aufgetragen. Giftige Dämpfe vernichten neben dem Wurm auch die im Holz versteckten Larven. Der Vorteil dieser Holzwurmbekämpfungsmethode ist die einfache und relativ kostengünstige Anwendungsmöglichkeit zu Hause. Der Nachteil dieser Art von Holzwurmbekämpfung besteht darin, dass die entsprechenden chemischen Mittel für den Holzwurm zwar giftig, aber auch für den Menschen ungesund sind. Wenn Sie sich jedoch für diese Behandlung entschieden haben, achten Sie besonders darauf, dass Sie die Mittel ausschließlich in sehr gut durchlüfteten Räumen einsetzen. Vor allem Kinder sollten mit den austretenden Dämpfen nicht in Berührung kommen. Bei besonders alten seltenen Möbelstücken sollten Sie von der Behandlung mit chemischen Mitteln absehen, da sich die Farben und die Oberfläche des Holzes stark verändern können.


Thermische Behandlung
Die Wirkungsweise des Heißluftverfahrens besteht in der Einwirkung auf die Schädlinge ohne den Einsatz von Gift, sondern ausschließlich mit Hilfe von Hitze. Um eine sichere Holzwurmbekämpfung durchzuführen, bedarf es einer Heißluftbehandlung mit einer Temperatur von ca. 55° C während mindestens einer Stunde. Die Hessluftmethode sollte ausschließlich von professionellen Holzwurmbekämpfungsspezialisten durchgeführt werden, da die Heißluftverfahren für temperaturempfindliche Gegenstände erst durch die notwendige spezielle Computertechnik sicher durchgeführt werden können. Während der Behandlung sorgen die Computer für einen gleichmäßigen Feuchtigkeitsausgleich der Möbelgegenstände. In einem speziell dafür eingerichteten Klimaraum werden die Aufheiz-, Halte- und Abkühlphase so gesteuert, dass zu jeder Temperatur die für das Holz notwendige Luftfeuchtigkeit erzeugt wird, damit das Holz nicht quillt oder reißt.

Behandlung mit Gas
Bei der Holzwurmbekämpfung mit Gas werden giftige Gase wie Blausäure, Ethylenoxid oder Phosphorwasserstoff eingesetzt. Auch hier gelten ökologische und gesundheitliche Bedenken wie bei der konventionellen chemischen Holzwurmbekämpfung. Heute werden jedoch zunehmend weniger bedenkliche Gase wie Kohlendioxid und Stickstoff für die Holzwurmbekämpfung gebraucht, durch die dem Holzwurm die Sauerstoffzufuhr entzogen werden kann. Diese Methode nimmt mehrere Tage in Anspruch und kann nur in speziell dafür eingerichteten Räumen von Spezialisten durchgeführt werden. Der Vorteil der Holzwurmbekämpfung mit Stickstoff oder Kohlendioxid liegt darin, dass Ihr Möbelstück weder mit giftigen Substanzen in Berührung kommt, noch erhitzt werden muss. Der Nachteil dieser Art der Holzwurmbekämpfung besteht in dem hohen technischen Aufwand, einer langen Behandlungsdauer und ist somit auch mi
t entsprechenden Kosten verbunden.