Käfer sind fast überall auf der Erde zu finden. Viele Käfer sind für die Land- und Forstwirtschaft nützlich, andere treten als Wald- und Pflanzenschädlinge in Erscheinung. Zahlreiche Käferarten lieben auch unsere Häuser, vor allem, wenn sie Nahrung und Abfälle vorfinden. Dann kommt es zu Massenbefall. Käfer sind sehr häufig in Vorräten anzutreffen.
In Küchen werden sie hauptsächlich mit der Nahrung eingeschleppt. Auf dem Land wandern oder fliegen sie häufig zu.

 

Der Speckkäfer

Der Speckkäfer frisst bevorzugt Speck, Schinken, Trockenwürste sowie Felle und Häute. Findet er keine tierische Nahrung, so kann er auch an pflanzlichen Lebensmitteln wie Schokolade zu finden sein. Seine Larven werden bis zu 14 mm lang und sind stark behaart. Er wird 8 - 11 mm groß.

 

Der Getreideblattkäfer

Dieser braune, flache Käfer wird 3mm groß, seine gelbliche glänzende Larve 3-4 mm. Das Weibchen legt ca. 150 Eier. Die Gesamtentwicklung ist in 1-2 Monaten abgeschlossen. Die Durchschnittliche Lebensdauer liegt jedoch bei 6 bis 9 Monaten

Allesfresser, kommt in allen trockenen Getreideprodukten vor (Backwaren, Nudeln, Mehl, Haferflocken, Reis, Grieß) auch in Dörrobst und Nüssen häufiger Schädling in Getreidelagern - lebt dort als Folge von Kornkäferbefall, nicht im Korn selbst Biologie: schnell laufender Käfer, verbreitet sich schnell über weite Gebäudeteile Eier werden in das Substrat gelegt.

 

 

Der Brotkäfer

   

Aussehen: erwachsener Käfer länglich oval, braun, Kopf meist nicht sichtbar, ca. 2,7 bis 3,7 mm lang Larve mit hellbrauner Kopfkapsel, fleischig, engerlingsartig, ca. 5 mm lang Vorkommen und Lebensweise: in allen trockenen Backwaren, Pellets u. ä. , in Teigwaren, Suppenwürfeln, Tütensuppen, Kakaopulver, Trockenhefe, Tee, sehr häufiger Schädling in Drogerien, Lebensmittelbetrieben und Haushalten Biologie: Eiablage einzeln oder in Schnüren, Larven schlüpfen nach 2 Wochen, in festen Substraten hinter läßt die Larve ein für Anobien typisches kreisrundes Loch. Gesamtentwicklungszeit etwa 3 Monate bei Zimmertemperatur 3 Generationen im Jahr.

 

Der Reismehlkäfer

Dieser 2,5 -6 mm Große Schwarzkäfer wurde eingeschleppt. Das Weibchen legt seine ca. 20 - 30 Eier in Getreideprodukt. Je nach Temperatur entwickeln sich im Jahr mehrere Generationen, da die Entwicklung nur etwas länger als einen Monat dauert. Nach Befall kann unangenehme Geruch entstehen, das Mehl verliert seine Backfähigkeit. Die Schädlinge befördern leere Larvenhäute an die Oberfläche.

 

 

Der Kornkäfer

Der Kornkäfer ist der häufigste Getreideschädling und richtet großen Schaden an. Er kommt aus den Tropen und vermehrt sich bei Wärme besonders schnell. Er wird im Durchschnitt 3,8 - 5,1 mm groß. Das Weibchen legt etwa 100 Eier. In jedes Korn wird nur ein Ei gelegt. Die Larve höhlt das Korn von innen aus. Der Käfer hat eine Gesamtentwicklung von 1,5 - 6 Monaten (je nach Temperatur). Dieser Käfer kann auch ohne Nahrung einige Monate auskommen.

 

Der Mehlkäfer

Der ist schwarzbraun gefärbt und wird bis zu 18 mm lang. Seine Larven sind die so genannten "Mehlwürmer". Diese sind gelblichbraun und bis zu 20 mm lang. Das Weibchen legt ca.  200 Eier. Die Gesamtentwicklung dauert mindestens 1 Jahr - daher ist ein Massenbefall selten. Er befällt vor allem Mehl und Getreideprodukte aber auch viele andere tierische und pflanzliche Materialien. Das Mehl wird bei Befall klumpig und riecht muffig.

 

Tipps

 

Man kann so den Käfer aus dem befallen Körnern entfernen

 

Befallenes Getreide und Hülsenfrüchten in Wasser legen und die oben schwimmenden Tiere und Körner mit einem Haarsieb anfischen.

 

Bei der Bekämpfung gelten die gleichen Empfehlungen wie für Lebensmittelmotten, allerdings gibt es für Vorratkäfer derzeit bei uns keine Pheromonfallen.